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Warmwasser SIA 385
📖 SIA 385/1+2:2025
Grobauslegung · Verlustzahl ϛIS · Feinplanung mit σ · Stundenspitzen · Speicherauslegung

1.1 Normbelegung nach SIA 385/2

TypAnzahl Whg.
[nWhg]
Fläche/Whg
[ANF] m²
WohnungsgrössePersonen/Whg
[nP/Whg]
Personen
[nP]
nP=(3.3 − 2 ÷ (1 + (ANF ÷ 100)³)) · nWhg
Nettowohnfläche (ANF): Die reine Innenfläche der Wohneinheit (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad, Korridore). Wände, Pfeiler und unbewohnbare Kellerräume werden abgezogen.

1.2 Personen-Rechner Büro

Bürofläche [A]
m²
Fläche pro Person
üblich 15–20 m² pro Person
m²/P
Personen BüronP = A ÷ m²/P–
In der Schweiz rechnet man im Durchschnitt mit 15–20 m² Bürofläche pro Person (Grossraum eher 15, Einzelbüros eher 20 m²).

1.3 Nutzwarmwasserbedarf

TypNutzungseinheitEinheitV'W,u [l/d]AnzahlTotal
[l/d à 60°C]
Kaltwasser-Temperatur [θKW]
°C
WW-Vorlauftemperatur [θWW]
°C
Total Nutzwarmwasserbedarf [V'W,u]Σ Nutzungseinheiten–
Temperaturerhöhung [∆θgen]∆θ = θWW − θKW–
Total Nutzwarmwasserbedarf [Q'W]Q'W = V'W,u · ∆θ · 4.187 ÷ 3600–

1.4 Ergebnis

–
Tagesbedarf 60 °C
l/d (Grobauslegung)
–
Wärmebedarf Q'W
kWh/d
Anzahl
–

So funktioniert's

① Nutzwarmwasserbedarf (Grobauslegung): Normbelegung + Nutzungseinheiten nach SIA-Normwerten → Tagesbedarf + Q'W.
② Verlustzahl ϛIS aus Speicher-, Leitungs-, Ausstoss- und Hilfsenergie-Verlusten (Grenzwert 50 %). Die ϛIS fliesst als Verlustzahl in die Frischwasserstation.
③ Feinplanung: Bedarf mit Standardabweichung σ + Stundenspitzen je Nutzungsprofil.
④ Speicherauslegung: Spitzendeckungs-, Steuer- und Bereitschaftsvolumen, Ladezeiten, Umsatz-Check.
⑤ Summenlinien-Diagramm (VSSH): Tagesgang, Ladelinie mit Ladefenstern, erforderliches Speichervolumen grafisch.
⑥ WRG-Duschen: informative Beurteilung, ob sich eine Wärmerückgewinnung aus Duschen lohnt.

2.1 Speicherverluste

Nutzwarmwasserbedarf (aus ①) [V'W,u]–
Annahme Verlustzahl
für die Speichergrössen-Schätzung
1.5Fixwert SIA 385/2
Schätzung Speichervolumen [VW,sto]1.5 · V'W,u–
Anzahl genutzte Stutzen [ncp]Anschlüsse am Speicher antippen — oder die Anzahl direkt eintragen
Stk
Wärmeverlust pro Stutzen
ab dem 3. genutzten Stutzen
0.10 kWh/dFixwert
Stutzenverluste(ncp − 2) · 0.1–
Speicherverluste [Q'W,sto,Is]0.11 · √(V'W,u + 0.1·(ncp − 2)) + Stutzenverluste–

2.2 Warmgehaltene Leitungen

Länge Zirkulation konventionellVor- und Rücklauf [lWWV+R,i]
m
Wärmeverlust pro Meter (Zirkulation konventionell)Fixwert0.12 kWh/(m·d)
Verlust Zirkulation konventionelll · 0.12–
Länge Zirkulation Rohr-an-Rohr/Rohr-in-Rohrnur Vorlauf [lWWV,i]
m
Wärmeverlust pro Meter (Rohr-an-Rohr/Rohr-in-Rohr)Fixwert0.15 kWh/(m·d)
Verlust Zirkulation Rohr-an-Rohr/Rohr-in-Rohrl · 0.15–
Länge Warmhaltebandnur Vorlauf
m
Wärmeverlust pro Meter (Warmhalteband)Fixwert0.15 kWh/(m·d)
Verlust Warmhaltebandl · 0.15–
Totaler Leitungsverlust [Q'W,hl,Is]–

2.3 Hilfsenergie

Hilfsenergie Umwälzpumpe (Zielwert)
L = Länge Zirkulation (konventionell + RaR)
(5 + 0.16·L) · 24 ÷ 1000–
Grenzwert Umwälzpumpe(8 + 0.2·L) · 24 ÷ 1000–
Hilfsenergie Warmhalteband⅔ · Q'WHB–
Leistungszahl WP [COP]
Wärmepumpe für Zirkulationsverluste · 0 = keine WP
–
Hilfsenergie Wärmepumpe–

2.4 Ausstosswärmeverluste

Ausstossleitungen
Die Ausstosswärmeverluste werden in % der Speicherverluste gerechnet — die gewählte Leitungslänge bestimmt den Prozentsatz.
Ausstosswärmeverluste [Q'W,em,Is]–

2.5 Verlustzahl

Verlustzahl [ϛIS]–
Grenzwert (50 %)–
Aufteilung der Verluste

3.1 Nutzwarmwasserbedarf mit Standardabweichung σ + Stundenspitzen

Total Bedarf: ––Σ Stundenspitzen (Spitzendeckungsvolumen): –

3.2 Wohnungen (Personen, Fläche, Heizlast)

TypAnzahl Whg. [nWhg]Fläche/Whg [ANF] m²WohnungsgrössePersonen [nP,i]Ø-BelegungFläche total m²
Nettowohnfläche (ANF): Die reine Innenfläche der Wohneinheit (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad, Korridore). Wände, Pfeiler und unbewohnbare Kellerräume werden abgezogen.
Gebäudekategorie / Nutzung
erweiterte Abschätzung der Heizlast
Bauperiode / Standard
Spezifische Heizlast aus Liste–
Heizlast aus Liste Abschätzung (A/0.85)·W/m²–
Massgebende Heizlast–
Vermerk: Abschätzung — massgebend bleibt die detaillierte Heizlastberechnung (SIA 384).
Heizlast frei gewählt
überschreibt die Abschätzung · 0 = Abschätzung
kW

3.3 Speicherwärmeverluste [Q'W,sto,Is]

Speichervolumen Excel 1.1
Nutzwarmwasserbedarf Feinplanung [V'W,u]–
Verlustfaktor
1.5 gem. SIA 385/2:2025 (oder 1+ϛIS/100 aus Grobauslegung)
–
Wärmebedarf WW-Versorgung [V'W,d]V'W,u · Verlustfaktor–
Spitzendeckungsvolumen [VW,sto,pk]
aus den Stundenspitzen (3.1)
–
Anzahl Ladezyklen [nZ]
1 Ladezyklus ≈ 2–3 h (Bodenheizung) / 1–2 h (Radiatoren)
–
Steuervolumen [VW,sto,ctrl]V'W,d / nZ–
Bereitschaftsvolumen [VW,sto,cont]VW,sto,pk + VW,sto,ctrl–
Verlustfaktor Speicher [fsto]
Bauart unten wählen — die Auswahl setzt den Wert
–
WE mit innenliegendem Register
fsto 1.25
Wärmeübertrager im Speicher — das Laden stört die Schichtung
WE mit externem Tauscher
fsto 1.1
Ladepumpe schichtet von oben ein — nur eine schmale Mischzone
WE mit externem Tauscher ohne Misch- und Kaltzone
fsto 1.0
Ganzer Speicherinhalt nutzbar — kein Zuschlag nötig
Speichervolumen [VW,sto]VW,sto,cont · fsto–
Speicherverluste Excel 1.2
Anzahl genutzte Stutzen [ncp]Vorschlag aus der Grobauslegung (2.1) — eigene Eingabe bleibt stehen
Stk
Faktor SpeicherverlusteFixwert0.11
Wärmeverlust pro Stutzen
ab dem 3. genutzten Stutzen
Fixwert0.10 kWh/d
Grundverlust Speicher0.11 · √(VW,sto + 0.1·(ncp − 2))–
Stutzenverluste(ncp − 2) · 0.1–
Speicherwärmeverluste [Q'W,sto,Is]Grundverlust + Stutzenverluste–

3.4 Warmgehaltene Leitungen (je Aussen-ø)

WarmhaltetypθWW [°C]θR [°C]∆T [K]
konventionell –
LeitungLänge [m]MaterialAussen-økWh/d
Vorlauf konventionell–
Rücklauf konventionell–
Rohr-an-Rohr – auto
Rohr-an-Rohr
Σ ø VL+RL → Tabellenwert
VL RL
VL RL
–
Warmhalteband – auto
Warmhalteband (·0.333)
ø + Bandstärke → Tabellenwert
ø
–
Typ
∆T = θWW − θR je Warmhaltetyp · Rohr-an-Rohr und Warmhalteband übernehmen die konventionellen Werte, bis sie selbst erfasst werden.
Totaler Leitungsverlust [QW,hl,Is]–

3.5 Ausstosswärmeverluste

Ausstosszeit WohnungenStandard für alle Wohnungstypen — pro Zeile übersteuerbar · Entnahmen pro Whg = Ø-Belegung·5 + 2
Wohnungen (aus Wohnungstabelle oben)
WohnungstypØ PersonenbelegungAnz. WhgEntnahmen/WhgZeit [s]Wärmeverluste pro EntnahmeWärmeverluste pro NutzungseinheitkWh/d
Weitere Nutzungseinheiten
Weitere NutzungseinheitKategorieAnzahlEntnahmen/NEZeit [s]RechenwegkWh/d
«Entnahmen/NE» meint die Entnahmen je einzelner Nutzungseinheit — die Anzahl NE wird separat multipliziert (Rechenweg-Spalte). Leer gelassen rechnet SELO mit 2 Entnahmen je NE (Vorschlag, jederzeit übersteuerbar).
Totaler Ausstosswärmeverlust [QW,em,Is]–

3.6 Verlustzahl Feinplanung

Wärmebedarf WW-Versorgung [QW,gen,out]–
Verlustzahl Feinplanung
QW,gen,out ÷ Nutzwärmebedarf · 100 % = Bedarf ohne Verluste
–
Aufteilung der Verluste

4.1 Ladeverhalten + Parameter

Verlustfaktor, Ladezyklen, Verlustfaktor Speicher [fsto] und Anzahl Stutzen [ncp] werden in 3.3 Speicherwärmeverluste (Feinplanung) erfasst.
Wärmebedarf WW-Versorgung [QW,gen,out]–
Spitzendeckungsvolumen [VW,sto,pk]–
Ladezeit bei Vorrangschaltung–
Totale Ladezeit pro Tag Ladezeit · Ladungen–
Gewählte Wärmeerzeugerleistung
Angabe Heizungsplaner
kW
Mögliche Heizungsunterbrechung
Anzahl Ladungen pro Tag
–
Errechnetes Steuervolumen [VW,sto,ctrl,1]–
Bereitschaftsvolumen [VW,sto,cont,1]–
Errechnetes Speichervolumen [VW,sto,1]–
Effektives Steuervolumen (Override)
aus Speicheroptimierung · 0 = errechneter Wert
l

4.2 Speicherauslegung

Effektives Steuervolumen–
Effektives Speichervolumen [VW,sto,2]–
Leistung Wärmeerzeugung–
Umsatz Speicherinhalt pro Tag–

4.3 ⚙ Speicheroptimierung (24 h)

Wohnbau-Tagesgang · Spitzenstunde 10–11 Uhr = effektive Stundenspitze aus Tab ③
Max. Ladezeit pro Ladung
bestimmt die Menge WW pro Ladung
h
Menge WW pro Ladung P·t·3600 ÷ (4.187·50)–
Wirksame Ladung pro Stunde
gedeckelt aufs effektive Steuervolumen
–
Startfüllung 00:00 = nutzbare Kapazität
Spitzendeckung + effektives Steuervolumen
–
Ladestunden (Wärmeerzeuger lädt in der markierten Stunde)
Der Verbrauch folgt dem Wohnbau-Stundenprofil (SIA 385/2 Sa–So); die Spitzenstunde 10–11 Uhr trägt die effektive Gesamt-Stundenspitze aus der Feinplanung, die übrigen Stunden skalieren auf Σ 100 %.
Minimaler Speicherinhalt–
Optimierung min. Inhalt − Spitzendeckung–
Beurteilung–
Positive Optimierung = Reserve, das Steuervolumen kann um diesen Betrag kleiner gewählt werden. Negative Optimierung = «kein WW» — das Steuervolumen muss grösser werden oder es braucht zusätzliche Ladestunden.

4.4 🛢 Speicherschema

Zonen im Grössenverhältnis — Chips anklicken springt zum Feld

5.1 Parameter Summenlinien-Diagramm

📈 Frei einstellbare Fassung — Stundenwerte je Gebäudetyp einzeln überschreibbar, Aufwärmzeit ⇄ Ladeleistung, wählbarer Diagrammbeginn: Summenliniendiagramm (übernimmt Tagesbedarf, Leistung und Speicher auf Knopfdruck aus dieser Berechnung).
Verbrauchsprofil
Tagesgang nach VSSH Handbuch 5 (Blatt 2.2.8–2.2.13)
Tagesbedarf-Quelle
100 % des Diagramms
Tagesbedarf manuell
nur bei Quelle «Manuell»
l/d
Ladebetrieb
bestimmt die dargestellten Punkte & Bereiche
Ladeleistung
0 = gewählte Wärmeerzeugerleistung aus Tab ④
kW
Temperaturerhöhung Ladung [∆θ]
Kaltwasser 10 °C → Speicher 60 °C
K
Speichervolumen (Darstellung)
0 = erforderliches Minimum aus dem Diagramm
l

5.2 Ablesewerte aus dem Diagramm

Tagesbedarf (= 100 %)–
Ladeleistung V̇ = P·3600/(4.187·∆θ)–
Ladekapazität pro Tag–
Mindest-Ladeleistung 100 % ÷ Ladezeit–
Erforderliches Speichervolumen (min.)
grösster Bedarfsüberschuss im Diagramm
–
Kritische Entladung–
Spitzenstunde (Spitzendeckungsvolumen)–
Eff. Speichervolumen SIA (Tab ④)–

5.3 Summenlinien-Diagramm

Summenlinie: Σ Stundenverbrauch in % des Tagesbedarfs (Beginn 05:00)  ·  Ladelinie: Verbrauch + Speicherinhalt, Steigung V̇ = P·3600/(4.187·∆θ)  ·  Erforderliches Speichervolumen = grösster Bedarfsüberschuss über jede Zeitspanne

5.4 ⏱ Tagesablauf-Simulation Speicher

07:00

6.1 WRG-Duschen (Wärmerückgewinnung)

VarianteAusführungRed. Nutzwarmwasserbedarf [QW]Erhöhung WW-Temp. am SpeichereintrittRed. Steuervolumen möglich?
AZentral — Erwärmung KW zu DuscheJaJateilweise
BDezentral in DuschrinneJaNeinja
CZentrale WRG — Vorerwärmung KW SpeicherNeinJanein
Anzahl Duschen
Stk
Standard Wohnungsbau
Normliter pro Duschvorgang [VW,u,sho,i]
Energetischer Wirkungsgrad Wärmeübertrager [ηhr]
Richtwerte: Variante A ≈ 50 % · Variante B ≈ 40 % (ca. 10 % tiefer — kleinerer Volumenstrom) · mit Turbulator ~5 % tiefer · Quelle: KIWA-Messung Joulia-Duschen
%
Pro Duschvorgang kWh = Normliter · 0.058–
Total Wärmebedarf Duschvorgänge (ohne WRG) [QW,u,sho,i]–
Reduktion pro Duschvorgang ηhr · kWh ÷ 100–
Reduktion des Wärmebedarfs [fWhr,PWC]–
Informativ: Die Reduktion fliesst nicht automatisch in den Tagesbedarf — sie dient der Beurteilung, ob sich eine WRG lohnt. Der Volumenwirksamkeitsfaktor fV der WRG (bei Typ B = 1) ist in der Quelle notiert, geht aber nicht in die Rechnung ein.