📖 VSSH Handbuch 5 · SIA 385/2 · SI-Handbuch 1991 · DIN EN 12831-3
Tagesgang, Bedarfs-Summenlinie und Ladelinie frei einstellbar · Stundenprozente je Gebäudetyp wählbar und einzeln überschreibbar · Aufwärmzeit, Ladeleistung, Temperaturen und Ladefenster individuell
1. Verbrauchsprofil (Tagesgang)
Gebäudetyp / Nutzung setzt die 24 Stundenwerte — jeder Wert bleibt danach frei überschreibbar
auto — Werte aus dem gewählten Profil
Stundenwerte in % des Tagesbedarfs
Σ Stundenwerte–Σ = 100 %Spitzenstunde –
Darstellung
Diagrammbeginn VSSH-Konvention 05:00 — die Summenlinie startet mit diesem Tageszeitpunkt bei 0 %
Effektive Stundenspitze (Überschreibung) 0 = Wert aus der Tabelle · sonst trägt die Spitzenstunde diesen Anteil, die übrigen Stunden skalieren auf Σ 100 % (Muster SIA 385/2)
%
2. Tagesbedarf (= 100 %)
Tagesbedarf Warmwasser Bezugsgrösse des ganzen Diagramms
l/d
Bedarf pro Person und Tag · Hilfsrechner Personen × Liter/Person — schreibt beim Klick in den Tagesbedarf
l/P·d
Anzahl Personen / Einheiten
–
Personen und Liter/Person erfassen, dann übernehmen.
Übernahme aus Warmwasser SIA 385
–
Die Übernahme ist ein einmaliges Kopieren — der übernommene Wert bleibt hier frei änderbar und wird nicht automatisch nachgeführt. So bleibt dieses Diagramm auch ohne Warmwasser-Berechnung vollständig eigenständig rechenbar.
3. Ladebetrieb, Temperaturen & Aufwärmzeit
Temperaturen
Kaltwassertemperatur [θKW] Eintritt in den Speicher
°C
Speicher-/Ladetemperatur [θsto] Temperatur, auf die geladen wird
°C
Temperaturerhöhung Ladung [∆θ] θsto − θKW–
Leistung ⇄ Aufwärmzeit
Vorgabe welche der beiden Grössen führt — die andere wird daraus errechnet
Ladeleistung [P] Wärmeerzeugerleistung für die Warmwasserladung
kW
Aufwärmzeit [tauf] Zeit, um das Speichervolumen von θKW auf θsto zu laden
h
Ladeleistung [P] V·4.187·∆θ ÷ (3600·tauf)–
Aufwärmzeit [tauf] V·4.187·∆θ ÷ (3600·P)–
Bezugsvolumen der Aufwärmzeit–
Speicher
Speichervolumen 0 = erforderliches Minimum aus dem Diagramm (bei Vorgabe «Aufwärmzeit» ist ein Wert nötig)
l
Ladefenster
Ladebetrieb bestimmt, wann Ladeleistung zur Verfügung steht
–
–
–
–
Fenster über Mitternacht (z.B. 22:00–06:00) sind zulässig; sich überschneidende Fenster werden zusammengefasst.
4. Ablesewerte aus dem Diagramm
Tagesbedarf (= 100 %)–
Laderate V̇ = P·3600 ÷ (4.187·∆θ)–
Ladekapazität pro Tag–
Mindest-Ladeleistung Tagesbedarf ÷ Ladezeit–
Erforderliches Speichervolumen (min.) grösster Bedarfsüberschuss über jede Zeitspanne–
Kritische Entladung–
Spitzenstunde (Spitzendeckungsvolumen)–
Dargestelltes Speichervolumen–
5. Summenliniendiagramm
Summenlinie: Σ Stundenverbrauch in % des Tagesbedarfs · Ladelinie: Verbrauch + Speicherinhalt, Steigung V̇ = P·3600/(4.187·∆θ) · erforderliches Speichervolumen = grösster Bedarfsüberschuss über jede Zeitspanne
6. ⏱ Tagesablauf-Simulation Speicher
05:00
So funktioniert's
①Profil wählen — der Gebäudetyp füllt die 24 Stundenwerte in % des Tagesbedarfs. Jeder Wert ist danach ein normales Eingabefeld: einzelne Stunden überschreiben, Σ auf 100 % normieren oder die Tabelle leeren und ein eigenes Profil erfassen. «↺ auto» holt das Profil zurück. ②Tagesbedarf setzen — von Hand, über den Hilfsrechner (Personen × Liter/Person) oder als einmalige Übernahme aus «Warmwasser SIA 385» desselben Objekts. Der Tagesbedarf ist die 100-%-Marke des Diagramms. ③Ladebetrieb festlegen — Kaltwasser- und Speichertemperatur ergeben ∆θ. Wahlweise führt die Ladeleistung (dann folgt die Aufwärmzeit) oder die Aufwärmzeit (dann folgt die nötige Ladeleistung); bei durchgehender Ladung steht die Leistung 24 h zur Verfügung, sonst nur in den Ladefenstern. ④Ablesen — die blaue Bedarfs-Summenlinie ist der kumulierte Verbrauch, die orange Ladelinie der kumulierte Verbrauch plus Speicherinhalt. Ihr grösster senkrechter Abstand ist das erforderliche Speichervolumen; die Punkte «Speicher voll» und «Speicher leer» begrenzen die kritische Entladung. ⑤Kontrolle — deckt die Ladekapazität den Tagesbedarf nicht oder ist der Speicher zu klein, wird die Unterdeckung rot markiert und beziffert. Nichts wird stillschweigend gedeckelt.